Spielen im Wandel der Zeiten

Kiekeberg - Ausstellung SpieleweltenIm Mai wird im Freilichtmuseum Kiekeberg eine neue Daueraustellung eröffnet, die ganz wunderbar zu unserem Thema Spielen passt, das wollen wir dir nicht vorenthalten.

In der neuen Dauerausstellung „Spielwelten“ im Freilichtmuseum am Kiekeberg dreht sich alles rund um Spielzeug und Spielen. Als einzige Ausstellung in Deutschland legt „Spielwelten“ den Schwerpunkt auf die rasanten Entwicklungen der Spielzeugkultur in den Jahrzehnten nach dem Zweiten Weltkrieg. Mehr als 1.000 Exponate, zahlreiche Mitmachangebote sowie Medienstationen laden die Besucher auf 650 qm zu einer Zeitreise in die vergangene Kindheit ein.

 Was ist das meist verkaufte Spielzeug der Welt? Wie viele Teile hat die riesige Playmobil-Ritterburg aus den 1970ern? Seit wann gibt es die Barbie? Die Ausstellung widmet sich insbesondere den Objekten aus der Zeit zwischen 1950 und 1980 – Spielzeug mit dem Eltern oder Großeltern spielten: Von Eisenbahnen und Spielzeugautos, über Puppen und Teddybären bis hin zu Gesellschaftsspielen. Von Konstruktionsspielzeug, wie Lego, über Playmobil, bis hin zu Tauschobjekten, digitalem oder selbst gebautem Spielzeug. Erwachsene entdecken hier Spielzeug aus ihrer Kindheit wieder, während die Kinder erfahren, womit ihre Eltern oder Großeltern früher spielten. „Spielen und Spielzeug ist ein intergenerationelle Thema“, erläutert Museumsdirektor Prof. Dr. Rolf Wiese. „Indem wir Spielzeug aus verschiedenen Zeiträumen nebeneinander zeigen, wollen wir bei den Besuchern einen Dialog über die jeweilige Kindheit auslösen.“

Gemeinsam spielen und Spielzeug von früher ausprobieren: An zahlreichen interaktiven Stationen können Besucher mitmachen und gemeinsam spielen: Die Reaktionswand lockt mit Schiffe versenken oder Tic-Tac-Toe. Computerspielefans können Klassiker wie Pacman oder Pong spielen und durch digitale Welten fliegen. Bei Himmel-und-Hölle hüpfen große und kleine Besucher um die Wette. Murmelfreunde testen die große Murmelbahn. Auf dem Autoteppich dreht sich alles um Verkehr und schnelle Fahrzeuge. Am Legotisch konstruieren Kinder und Erwachsene individuelle Bauwerke und in der Bastel-und Malecke können die Besucher Ihrer Kreativität freien Lauf lassen. Ein echter Hingucker sind auch die Rutsche und das Kinderkarussell. Eine Besonderheit: Auf den beiden historischen Objekten ist toben erwünscht!
„Zusammen spielen schafft gemeinsame Erinnerungen und verbindet Familien“, erklärt Projektleiterin Kerstin Thölke. „Darum war es uns von Anfang an wichtig, unseren Besuchern viele interaktive Spielmöglichkeiten anzubieten.“

Ein buntes Rahmenprogramm begleitet die Dauerausstellung: Kindergeburtstage, Angebote für Schulklassen Grundschulklassen und Kindergärten sowie Wochenend-Erlebnisse bieten pädagogische Angebote für alle Altersstufen und jede Gelegenheit. So reisen die Kinder etwa bei dem beliebten Kindergeburtstag „Wirtschaftswunder“ in die 1960er und probieren Geburtstagsspiele wie Topfschlagen oder Schokoladenessen aus. Auch das Schulklassenprogramm „Ihr bestimmt, wo es lang geht“ dreht sich um Spiele von früher. Dabei können Schüler ab Klasse 7 selbst mitbestimmen, welche Bereiche der Ausstellung sie tiefer erforschen möchten. Für Kindergartenkinder eignet sich besonders das Angebot „Murmel, Marmel, Schusser, Klicker“. Dabei dreht sich alles rund um Murmeln, die große Murmelbahn und die riesige alte Murmelmühle.

Der Großteil der in der Dauerausstellung gezeigten Objekte stammt aus der umfangreichen Spielzeugsammlung des Freilichtmuseums. Bereits seit 1987 sammelt das Museum systematisch Objekte aus diesem Bereich. Weitere Exponate stammen aus der Privatsammlung von Museumsdirektor Prof. Dr. Wiese und seiner Frau Giesela Wiese sowie von weiteren privaten Spendern. Zu der Dauerausstellung erscheint ein gleichnamiger Begleitband mit zwölf Beiträgen zu den verschiedenen Themenbereichen der Ausstellung und einem umfangreichen Bildteil.

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